Kommentare deaktiviert für Änderungen für Arbeitnehmer 2014

Änderungen für Arbeitnehmer 2014

Geschrieben von | 4. Januar 2014 | Allgemein

Alle Änderungen für Arbeitnehmer 2014

Pünktlich zum Jahreswechsel flatterten Beitragserhöhungen der KFZ-Versicherer und Preiserhöhungen der Stromversorger in die Briefkästen der meisten deutschen Haushalte. Viele Menschen stellen sich angesichts dieser Tatsachen die Frage, welche weiteren finanziellen Belastungen das Jahr 2014 bringen wird oder ob eventuell auch mit Entlastungen gerechnet werden kann. Insbesondere bei der Frage nach möglichen Entlastungen sind vielen Bürgern die diversen Wahlversprechen in Erinnerung geblieben. Da war von Steuer- und Beitragssenkungen und höheren Kinderfreibeträgen die Rede. Geblieben ist davon leider nichts. Einzig die seit längeren beschlossene Erhöhung des Steuerfreibetrages wird vielen Arbeitnehmern 2014 einen minimalen finanziellen Vorteil bringen.

 

Normalverdiener erhalten bis zu 126 € mehr

Gering- und Normalverdiener profitieren von der Erhöhung des Grundfreibetrages auf 8354 €. Die Anhebung um 224 € sorgt dafür, dass weniger Lohnsteuer ans Finanzamt abgeführt werden muss und somit vom Bruttogehalt mehr zur Auszahlung kommt. Bedeutet dies für einen Alleinverdiener mit einem monatlichen Bruttolohn von 1000 € ein Plus von 41 € im Jahr, so kann sich ein Arbeitnehmer mit 3500 € Gehalt über 126 € mehr freuen. Gutverdiener werden dagegen von dieser steuerlichen Entlastung nichts merken. Der Grund dafür liegt in der Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung. So steigt die Einkommensgrenze, bis zu der Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt werden müssen, von 5800 € auf 5950 € in den alten Bundesländern an. In den neuen Bundesländern erhöht sie sich um 100 € auf 5000 €. Und auch in der Kranken- und Pflegeversicherung steigt die Bemessungsgrenze (von 3937,50 € auf 4050,00 €). Dies führt dazu, dass Arbeitnehmer ab einem Bruttogehalt von ca. 5000 € von der Steuerentlastung nichts mehr spüren werden. Vielmehr sorgt die höhere Beitragsbelastung unterm Strich für weniger Geld in der Haushaltskasse der betroffenen Arbeitnehmer.

Rentenbeitrag sinkt entgegen bisheriger Erwartungen nicht

In Anbetracht gut gefüllter Rentenkassen hätte der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung eigentlich sinken müssen. Doch hat sich die neu gebildete Große Koalition für einen Beibehalt des bisherigen Beitragssatzes von 18,9 Prozent entschieden und somit gegen eine finanzielle Entlastung aller Arbeitnehmer. Damit verbleibt den meisten Arbeitnehmern nur das geringe Plus aus der Erhöhung des Steuerfreibetrages, um die Mehrbelastungen (Inflationsausgleich, Erhöhung EEG-Umlage) aufzufangen.

Erhöhung der Mindestlöhne nicht nur in der Gebäudereinigung

Arbeitnehmer von vier Branchen, in denen ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt wurde, können ab dem 1. Januar von einer Erhöhung dieser Mindestlöhne profitieren. Dies betrifft rund 830.000 Beschäftigte in der Gebäudereinigung und 230.000 Mitarbeiter des Elektrohandwerks. Aber auch im Baugewerbe und im Bereich der Aus- und Weiterbildung können die Beschäftigten mit einer Steigerung ihres Lohns durch die Erhöhung des Mindestlohns rechnen.

Weitere Änderungen, die zum 1. Januar in Kraft getreten sind, betreffen nur wenige Arbeitnehmer. So gibt es zukünftig bis zu zwölf Monate Kurzarbeitergeld. Und für alle, die sich auf ihre Altersrente freuen, wirkt sich die schrittweise Anhebung der Altersgrenze für die Rente auf 67 Jahre nachteilig aus. Wer keine 45 Jahre Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt hat, muss ab dem 1.1.2014 drei Monate länger arbeiten, um ohne Abzüge in den wohlverdienten Ruhestand gehen zu können.