Lohnen sich Initiativbewerbungen?

Bevor wir direkt ins Thema einsteigen, machen wir uns im ersten Schritt an die Begriffsdefinition „Initiativbewerbung“. Die Initiativbewerbung wird gerne als Alternativbewerbung fehlinterpretiert, denn viele Bewerber verstehen darunter, sich nicht nur auf eine Stelle, sondern parallel bei mehreren Unternehmen zu bewerben. Korrekt ist sie aber nichts anderes als eine Bewerbung auf eine Stelle die momentan im Wunschunternehmen gar nicht verfügbar ist. Erläutern wir das Thema also am besten anhand eines Beispiels. Sie stehen mitten im Berufsleben und haben eine abgeschlossene Ausbildung als Mediengestalter, hegen jedoch den Wunsch sich beruflich zu verändern.

Hier ergeben sich nun spontan mehrere Möglichkeiten:

Der letzte Punkt ist die hier angesprochene Initiativbewerbung, womit wir schon bei der Kernfrage angelangt sind: Lohnt sich eigentlich eine Initiativbewerbung und für wen ist diese interessant? Grundsätzlich kann man sagen dass eine initiative Bewerbung definitiv lohnenswert ist, abhängig ist dies jedoch auch stark von der Ausgangssituation Ihrer Jobsuche. Die besten Voraussetzungen für eine Initiativbewerbung haben Jobsuchende die sich noch in ungekündigter Stellung befinden und die berufliche Veränderung suchen. Hier ist in den meisten Fällen kein arger Zeitdruck vorhanden, und man kann sich ganz stressfrei in seinem Wunschunternehmen bewerben, auch wenn dort gerade keine passende Stelle ausgeschrieben ist. Variante zwei wäre, dass Sie den Stellenmarkt ihres Berufes bereits abgegrast haben, und tatsächlich keine passende Stelle gefunden haben. Sind die Jobangebote also dünn gesät lohnt es sich ebenfalls, eine Initiativbewerbung zu versenden. Die Praxis zeigt dass die Absagefrequenz bei Initiativbewerbungen höher liegt als bei Bewerbungen auf eine tatsächlich vakante Stelle. Deshalb müssen Sie bei Ihrer initiativen Bewerbung Ihren Wunscharbeitgeber ganz besonders von sich überzeugen. Ansonsten hat eine Initiativbewerbung natürlich all das zu beinhalten was auch in eine ganz normale Bewerbung gehört. Der Unterschied ist lediglich, dass Sie eine besondere Überzeugungskraft leisten müssen, weshalb genau SIE der richtige für das Unternehmen sind. Sie müssen sich vorstellen: Im Normalfall muss das Unternehmen extra für Sie eine zusätzliche Stelle schaffen, die auch noch auf Ihr Profil passt – in den wenigsten Fällen wird ein Unternehmen Sie gegen einen Stammmitarbeiter austauschen. Fazit: Initiativbewerbungen sind immer einen Versuch wert. Am wenigsten zu verlieren haben Arbeitnehmer die sich in noch ungekündigter Stellung befinden oder Jobsuchende die partout keine passenden Jobangebote auf dem Arbeitsmarkt finden.