Kommentare deaktiviert für Lohnen sich Initiativbewerbungen?

Lohnen sich Initiativbewerbungen?

Geschrieben von | 22. Juni 2012 | Allgemein

Beispiel einer Initiativbewerbung

Bevor wir direkt ins Thema einsteigen, machen wir uns im ersten Schritt an die Begriffsdefinition „Initiativbewerbung“.
Die Initiativbewerbung wird gerne als Alternativbewerbung fehlinterpretiert, denn viele Bewerber verstehen darunter, sich nicht nur auf eine Stelle, sondern parallel bei mehreren Unternehmen zu bewerben. Korrekt ist sie aber nichts anderes als eine Bewerbung auf eine Stelle die momentan im Wunschunternehmen gar nicht verfügbar ist.
Erläutern wir das Thema also am besten anhand eines Beispiels. Sie stehen mitten im Berufsleben und haben eine abgeschlossene Ausbildung als Mediengestalter, hegen jedoch den Wunsch sich beruflich zu verändern.

Hier ergeben sich nun spontan mehrere Möglichkeiten:

  • Sie hören zufällig von einer freien Stelle und bewerben sich darauf
  • Sie studieren die Stellenanzeigen in einschlägigen Portalen und bewerben sich
  • Sie suchen nicht nach freien Stellen, sondern nach interessanten – und im Idealfall aufstrebenden – Unternehmen und bewerben sich initiativ

Der letzte Punkt ist die hier angesprochene Initiativbewerbung, womit wir schon bei der Kernfrage angelangt sind: Lohnt sich eigentlich eine Initiativbewerbung und für wen ist diese interessant?
Grundsätzlich kann man sagen dass eine initiative Bewerbung definitiv lohnenswert ist, abhängig ist dies jedoch auch stark von der Ausgangssituation Ihrer Jobsuche.
Die besten Voraussetzungen für eine Initiativbewerbung haben Jobsuchende die sich noch in ungekündigter Stellung befinden und die berufliche Veränderung suchen. Hier ist in den meisten Fällen kein arger Zeitdruck vorhanden, und man kann sich ganz stressfrei in seinem Wunschunternehmen bewerben, auch wenn dort gerade keine passende Stelle ausgeschrieben ist. Variante zwei wäre, dass Sie den Stellenmarkt ihres Berufes bereits abgegrast haben, und tatsächlich keine passende Stelle gefunden haben. Sind die Jobangebote also dünn gesät lohnt es sich ebenfalls, eine Initiativbewerbung zu versenden.
Die Praxis zeigt dass die Absagefrequenz bei Initiativbewerbungen höher liegt als bei Bewerbungen auf eine tatsächlich vakante Stelle. Deshalb müssen Sie bei Ihrer initiativen Bewerbung Ihren Wunscharbeitgeber ganz besonders von sich überzeugen.

  • Legen Sie überzeugend und mit schlagenden Argumenten dar, wieso Sie genau in dieser Firma Ihre Arbeit aufnehmen möchten
  • Falls Sie sich noch in ungekündigter Stellung befinden, erläutern Sie objektiv und ohne Ihren bisherigen Arbeitgeber in ein schlechtes Licht zu rücken, weshalb Sie gerne Ihren Job wechseln möchten.
    Beispiele hierfür könnten eine unpassende Betriebsgröße sein, Auftragsmangel, Befürchtung von Stellenabbau der Sie treffen würde, etc.

Ansonsten hat eine Initiativbewerbung natürlich all das zu beinhalten was auch in eine ganz normale Bewerbung gehört. Der Unterschied ist lediglich, dass Sie eine besondere Überzeugungskraft leisten müssen, weshalb genau SIE der richtige für das Unternehmen sind. Sie müssen sich vorstellen: Im Normalfall muss das Unternehmen extra für Sie eine zusätzliche Stelle schaffen, die auch noch auf Ihr Profil passt – in den wenigsten Fällen wird ein Unternehmen Sie gegen einen Stammmitarbeiter austauschen.

Fazit: Initiativbewerbungen sind immer einen Versuch wert. Am wenigsten zu verlieren haben Arbeitnehmer die sich in noch ungekündigter Stellung befinden oder Jobsuchende die partout keine passenden Jobangebote auf dem Arbeitsmarkt finden.

Schlagwörter: , ,