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Studentenjobs Würzburg – Worauf sollten Studenten achten?

Geschrieben von | 15. Juni 2012 | Allgemein

Frau mit Schild Studentenjobs

Gerade in der Studienzeit ist jeder zusätzliche Euro in der Tasche ein wahrer Segen. Sei es um die Miete am Studienort zu bezahlen, Rücklagen zu bilden oder einfach die nächste Studentenparty zu finanzieren.
Sowohl in den Semesterferien als auch fortlaufend während des Studiums verdienen sich Studenten Geld neben dem Studium dazu. So verlockend das im ersten Moment klingen mag, es gilt trotzdem, einige Dinge zu beachten.

 

Damit nach den Semesterferien nicht das böse Erwachen folgt, finden Sie anbei einige wichtige Punkte die man als Student in Würzburg abklären sollte, bevor man einen Nebenjob beginnt.
 

Tipp 1: Die Lohnsteuerkarte

Natürlich will der Fiskus mitverdienen, sobald irgendwo Geld umgesetzt wird. Die Praxis zeigt dass Arbeitgeber bei Studenten ohne Lohnsteuerkarte automatisch ca. 25% vom Bruttolohn für das Finanzamt einbehalten.
Mit einer Lohnsteuerkarte erhält der Student im Normalfall sein Geld brutto wie netto.
Denn: Bei einem Jahresbruttolohn von unter 10.680 Euro erhält man die vom Finanzamt einbehaltene Lohn- und Kirchensteuer und auch den Soli-Zuschlag bei der nächsten Einkommensteuererklärung zurück.
Studenten ohne Lohnsteuerkarte verschenken dieses Geld, da wie oben erklärt der Arbeitgeber den Bruttolohn bereits im Vorfeld kürzt.

Tipp 2: Wann sind Sozialabgaben fällig?

Sozialabgaben zahlt jeder, der mehr als 50 Arbeitstage oder 2 Monate pro Jahr arbeitet. Studentenjobs in den Semesterferien sind also am geschicktesten so zu wählen, dass man in Summe je Kalenderjahr unter 50 Arbeitstagen bleibt. Dauerjobber finden hier kein Schlupfloch, dort werden Sozialabgaben fällig.

Tipp 3: Auf das Kindergeld achten!

Die Eltern eines jeden Studenten im normal studierenden Alter erhalten Kindergeld. Dies ist durchaus notwendig, da man als Student ja noch nicht voll verdient und die Eltern somit die Kinder finanziell unterstützen können. Aber Vorsicht: Verdient man als Student pro Jahr mehr als 8924 Euro, fällt das Kindergeld weg!
Mehr noch müssen die bereits ausbezahlten Kindergeldbeiträge in voller Höhe für das gesamte Jahr zurückzahlen. Deshalb gilt hier: Die maximale Einkommensgrenze beachten!

Tipp 4: Studenten mit Bafög / ALG II / Sozialgeld

Wer als Student eine Ausbildungsförderung erhält sollte laut Auskunft des Deutschen Studentenwerkes nicht mehr als 400 Euro pro Monat verdienen. Falls doch droht eine Bafög-Kürzung.
Studenten die entweder Sozialgeld oder Arbeitslosengeld II erhalten dürfen maximal 1200 Euro anrechnungsfrei behalten, sofern dieser Betrag in einem Arbeitszeitraum von maximal 4 Wochen erwirtschaftet wurde.

Tipp 5: Richtig versichert

Im Normalfall ist der Student über die beitragsfreie Familienversicherung für Studierende mitversichert.
Diese greift bis zum 25. Lebensjahr und gilt auch für arbeitende Studenten, sofern pro Jahr nicht mehr als 4800 Euro verdient werden.

Fazit:

Ein Studentenjob ist eine tolle Möglichkeit, den begrenzten Finanzrahmen etwas auszuweiten und sich ein paar Euros dazu zu verdienen. Jedoch sollten die obigen Tipps auf jeden Fall beherzigt werden. Wir können hier natürlich nicht alle arbeitsrechtlichen Fallstricke im Detail erläutern. Deshalb empfehlen wir allen Studenten die entweder in den Semesterferien oder dauerhaft nebenbei jobben möchten, sich bei Ihrer nächstgelegenen IHK-Stelle zu informieren. Die IHK hat ein breit gefächertes Internetportal, sodass Ihr die für Euch geltenden Richtlinien und Informationen bequem online abrufen könnt.

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