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5 Tipps für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung

Geschrieben von | 17. August 2012 | Allgemein

Arbeitnehmer mit Schild Gehaltserhöhung bei einer Gehaltsverhandlung

Für eine Gehaltserhöhung gibt es viele Gründe. Mit den Jahren sinkt das Realeinkommen eines Arbeitnehmers beispielsweise durch Inflation, höhere Mieten oder steigende Lebensmittel- preise. So ist es von Zeit zu Zeit unabdingbar, dass das Gehalt von Arbeitnehmern angeglichen wird. Um am Monatsende mehr Geld im Portmonee zu haben gibt es drei Möglichkeiten. Entweder man wechselt den Arbeitgeber, man steigt innerhalb des Unternehmens an eine höhere Position auf, oder man führt Gehaltsverhandlungen mit seinem Vorgesetzten.

So klappt es mit der Gehalverhandlung

Damit eine Gehaltsverhandlung von Erfolg gekrönt ist, gilt es einige wichtige Grundregeln zu befolgen.
Die folgenden Tipps sollen es Arbeitnehmern erleichtern, in das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten zu gehen, andererseits können sich Chefs abschauen, mit welcher Strategie die Arbeitnehmer vorgehen, um bei einer Gehaltsverhandlung möglichst erfolgreich zu sein.

  1. Die Vorbereitung
    Gehen Sie auf keinen Fall unvorbereitet ins Gehaltsgespräch. Sie sollten sich im Vorfeld Gedanken machen, aus welchen Gründen Sie eine Gehaltserhöhung beantragen. Erledigen Sie seit Ihrer Einstellung zusätzliche Aufgaben? Haben Sie in den letzten Monaten besonders gute Dienste geleistet, etwa durch überdurchschnittliche Neukundengewinnung oder das Bewirken von Einsparungen im Unternehmen? Notieren Sie sich diese Punkte und prägen Sie sich diese für das Gespräch ein.
  2. In die Lage des Chefs versetzen
    Denken Sie wie Ihr Chef! Dieser wird sich zuerst fragen, wieso er Ihnen mehr Geld zahlen soll.
    Hier ist es unabdingbar dass Sie mit gewichtigen Argumenten kontern. „Weil alle mehr bekommen als ich“ oder „Weil ich schon seit 5 Jahren im Unternehmen bin“ werden nur wenige Chefs überzeugen. Belegen Sie Ihrem Chef ihren besonderen Einsatz, weisen Sie auf erfolgreich abgeschlossene Projekte hin, denken Sie an etwaige Zusatzqualifikationen die Sie in den letzten Jahren erreicht haben.
    Ganz wichtig: Bleiben Sie dabei immer bei der Wahrheit!
  3. Verhandlungsgeschick zeigen
    Letztendlich führt jedes Gehaltsgespräch unweigerlich zur Frage nach dem Geld. Wie viel wollen Sie eigentlich zukünftig mehr verdienen? Machen Sie sich hier unbedingt vorher Gedanken. Hier eignet es sich gut, wenn Sie das Mehrgehalt berechnen und ggf. aufschlüsseln. Überlegen Sie sich im Vorfeld, ob Sie einen fixen Betrag als Erhöhung bevorzugen, oder ob auch über eine leistungsbezogene Bezahlung verhandelt werden kann. Sprechen Sie Ihren Chef gegebenenfalls auf Alternativen wie betriebliche Altersversorgung, Geschäftsfahrzeug oder ähnliches an. Das wichtigste hier ist dass Sie nicht mit der Tür ins Haus fallen und Ihren Chef auf keinen Fall mit Aussagen wie „Wenn ich nicht xxx Euro mehr bekomme, gehe ich!“ unter Druck.
  4. Auf unangenehme Fragen gefasst sein
    Im nächsten Schritt kann es passieren dass Sie mit unangenehmen Fragen oder Aussagen konfrontiert werden. Auf Sätze wie „In Ihrer Position können wir einfach nicht mehr zahlen“ oder „bei der aktuellen Wirtschaftslage ist nicht mehr drin“ können Sie sich durch gründliche Recherche gut vorbereiten und entsprechend reagieren.
  5. Den günstigsten Zeitpunkt abwarten
    Dieser Punkt wird oft unterschätzt, aber auch Chefs sind nur Menschen. So kann auch der Vorgesetzte mal einen schlechten Tag haben, oder gerade in einem stressigen Projekt stecken. Wählen Sie den richtigen Moment, am besten wenn Ihr Chef den Kopf nicht voll mit anderen Dingen hat, gut gelaunt ist, und Ihre Leistungen noch präsent sind.

Sofern Sie die obigen Punkte befolgen, sind Sie auf dem besten Wege, das nächste Gehaltsgespräch erfolgreich hinter sich zu bringen. Befinden Sie sich als Leser in der Rolle des Arbeitgebers, so kennen Sie jetzt einen Blick hinter die Kulissen, denn eines gilt sowohl für den Gehaltsempfänger als auch für den Chef:
Eine Gehaltsverhandlung muss ein beiderseitiges Geben und Nehmen sein. Nur so sind am Ende beide Parteien zufrieden. Der Arbeitnehmer kann sich über sein aufgestocktes Gehalt freuen, und der Arbeitgeber weiß zu Recht, was er an seinem Mitarbeiter hat, und welche Leistung er tagtäglich bringt.

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