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Bundesfreiwilligendienst in Würzburg

Geschrieben von | 2. November 2012 | Allgemein

Bundesfreiwilligendienst

Seit Juli 2011 ist in Deutschland die seit 1956 bekannte Wehrpflicht ausgesetzt. Seither ist – solange sich die Bundesrepublik in Friedenszeiten befindet – niemand mehr verpflichtet, Wehr- bzw. Zivildienst auszuüben. Mit dieser Regelung trat der Bundesfreiwilligendienst in Kraft.
Der Bundesfreiwilligendienst, kurz „Bufdi“ soll das Engagement für das Allgemeinwohl fördern. Freiwillige engagieren sich im sozialen, kulturellen oder ökologischen Bereich oder aber auch im Zivil- bzw. Katastrophenschutz. Der Dienst zielt grundsätzlich auf alle Personen der Bundesrepublik ab – eine Altersgrenze gibt es nicht – im Fokus liegen jedoch Schulabgänger bzw. junge Erwachsene, die zeitliche Lücken bis zum Berufsstart überbrücken möchten.

Der Bundesfreiwilligendienst erstreckt sich im Normalfall über einen Zeitraum von 12 Monaten. Alternativ hat man die Möglichkeit, den Dienst bis auf eine minimale Dauer von 6 Monaten zu verkürzen, bzw. bis auf 24 Monate zu verlängern. Freiwillige über 27 Jahre können den Dienst auch in Teilzeit ableisten.

Wo kann ich den Freiwilligendienst im Raum Würzburg leisten?

Wie bereits eingangs erwähnt, lässt sich der Bundesfreiwilligendienst in vielen sozialen oder kulturellen Bereichen ableisten. Im Raum Würzburg wären dies beispielsweise die Arbeiterwohlfahrt, die Johanniter, Behindertenfahrdienste, die Caritas, die Diakonie oder auch der Rettungsdienst. Die entsprechenden Verbände inserieren ihre vakanten Stellen immer öfter auch in Online-Stellenbörsen und hinterlegen Informationen auf Ihren Internetseiten.

Die Internetseite des Bundesfreiwilligendienstes bietet eine sogenannte „Platzbörse“, dort finden Sie alle momentan zu besetzenden Stellen im Würzburger Raum.
(Link: http://www.bundesfreiwilligendienst.de/platzboerse.html)

Welche Leistungen erhält man beim Bundesfreiwilligendienst?

Der Freiwilligendienst eignet sich im Normalfall weniger zum Start in eine erfolgreiche Karriere, sondern dient dem sozialen Engagement und lässt sich im Idealfall mit einer sowieso zu überbrückenden Leerlaufzeit im eigenen Lebenslauf verbinden.

Jeder Freiwillige bekommt eine betreuende Fachkraft zur Seite gestellt und darf kostenlos an Seminaren teilnehmen. Außerdem gibt es ein sogenanntes Taschengeld. Die Höhe legt hier die jeweilige Einsatzstelle fest, die Obergrenze liegt jedoch bei 336 Euro pro Monat. Sämtliche Steuern und Sozialabgaben übernimmt die Einsatzstelle. Der Entwurf für das Jahressteuergesetz 2013 sieht aktuell vor, diese Steuerfreiheit zu streichen, eine Entscheidung hierüber gibt es bis dato (November 2012) noch nicht.
Nach Abschluss des Dienstes erhalten alle Freiwilligen ein qualifiziertes Zeugnis, das dem Lebenslauf beigefügt werden kann.

Wie läuft die Bewerbung ab?

Der Start in den Bundesfreiwilligendienst läuft genauso ab wie die klassische Stellensuche. Man sucht sich seinen Wunschplatz aus und kontaktiert danach die zugehörige Einsatzstelle. Ist die gewählte Stelle noch zu besetzen findet ein sogenanntes Kennenlerngespräch statt – dies ist vergleichbar mit dem Bewerbungsgespräch. Kommen die Gesprächspartner überein wird der Vertrag unterschrieben und das Arbeitsverhältnis beginnt zum zuvor vereinbarten Termin.

Fazit
Der Bundesfreiwilligendienst ist eine ideale Möglichkeit für alle die Zeit bis zum Beginn Ihres Studiums oder Ihrer Arbeitsstelle überbrücken möchten, für jene die sich beruflich neu orientieren möchten oder Freiwillige die sich ganz praktisch sozial, ökologisch oder kulturell engagieren möchten. Im Raum Würzburg gibt es viele Einrichtungen die auf Freiwillige angewiesen sind und den diesen vielfältige Möglichkeiten bieten. Viele weitere Informationen zum Bundesfreiwilligendienst stellt das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben unter www.bundesfreiwilligendienst.de zur Verfügung.

 
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